OF HEDEMÜNDEN

Hannemann und Keul sind neue Ortsbrandmeister

Lutz Hannemann ist neuer Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Hedemünden. Ebenfalls neu gewählt und wie Hannemann bereits im Ehrenamt bestätigt und vereidigt wurde Michael Keul als neuer stellvertretender Ortsbrandmeister.

Der 41-jährige Lutz Hannemann tritt als Wehrführer die Nachfolge von Markus Klaus an, der nach sechsjähriger Amtszeit nicht zur Wiederwahl angetreten war. Michael Keul folgt als stellvertretender Ortsbrandmeister auf Olaf Stede, der diesen Posten sogar 21 Jahre innehatte und der wie Markus Klaus auf eigenen Wunsch ins zweite Glied zurücktritt.

Dem ehemaligen Führungsduo sprachen Stadtbrandmeister Dieter Röthig und Mündens Bürgermeister Harald Wegener bei der Verabschiedung Anerkennung und Dank für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement aus.

„Wir haben viel Arbeit vor uns“, sagt Lutz Hannemann. Vordringliche Ziele des neuen Ortsbrandmeisters seien, „den Schritt in die EDV-Welt fortzusetzen und erfolgreich zu meistern sowie innerhalb unserer Ortsfeuerwehr Aufgaben und Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen.“

Ortsbrandmeister Hannemann seit 1998 in der Feuerwehr

Hannemann war 1998 als 18-Jähriger in die Freiwillige Feuerwehr eingetreten. „Ich war der Erste überhaupt aus meiner Familie und das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich ein Jahr später den Grundlehrgang gemacht habe“, erinnert er sich zurück. Interessiert habe ihn vor allem die Technik. „Das war schon immer meins“, so Hannemann. Dies im Zusammenhang mit der Arbeit im Team und der Möglichkeit, Menschen in Not zu helfen, sei einfach „super“.

„Wir sind hier bei der Ortsfeuerwehr Hedemünden eine richtig gute Truppe, die an einem Strang zieht“, sagt Lutz Hannemann. Das sei für ihn auch der Grund gewesen, den Schritt zu gehen und sich für das Amt des Ortsbrandmeisters zu bewerben.

Auch wenn der 41-jährige Oberbrandmeister, der verheiratet ist und zwei Kinder hat, in der Ortsfeuerwehr bislang „nur“ stellvertretender Zugführer war, fehlt es ihm definitiv nicht an Erfahrung in Sachen Verantwortung und Menschenführung. Seit Anfang 2018 ist der Servicemanager bereits stellvertretender Stadtbrandmeister der Feuerwehr Stadt Hann. Münden. Außerdem hat er nach eigener Aussage „aus reinem Interesse“ alle Lehrgänge belegt, die man bei der Feuerwehr belegen kann. „Es macht mir einfach Spaß, neue Dinge zu lernen und dieses Wissen dann auch an junge Leute weitergeben zu können“, sagt er.

Ortsbrandmeister und Stellvertreter wollen „kooperativen Führungsstil“ pflegen

Große Stücke hält Hannemann auf seinen neuen Stellvertreter Michael Keul. Der 52-Jährige, der als Hausmeister der Hedemündener Grundschule stets vor Ort und somit bei nahezu allen Feuerwehreinsätzen dabei ist, trat vor 21 Jahren ein.

„Als gebürtiger Gimter war ich dort in der Jugendfeuerwehr, habe dann aber als Bundeswehrsoldat nichts mehr mit Feuerwehr zu tun gehabt“, sagt Keul. Nachdem er 1997 nach Hedemünden gezogen und drei Jahre später bei den Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Ortsfeuerwehr gefragt worden sei, ob er nicht Mitglied werden wolle, habe er nicht lange gezögert – und diesen Schritt auch nie bereut. „Genau wie Lutz hat mich Feuerwehr schon immer interessiert und mich begeistern Technik und Teamarbeit“, sagt der Hauptlöschmeister.

„Wir verstehen und ergänzen uns optimal“, betont Ortsbrandmeister Hannemann. Keul bringe „mit seiner unglaublich großen Einsatzerfahrung“ einen Riesenberg an Wissen mit, während ihm selbst vor allem die Verwaltungsangelegenheiten gut liegen würden.

Gemeinsam wollen beide künftig einen „kooperativen Führungsstil“ pflegen. „Das bedeutet, dass wir alle 39 aktiven Mitglieder in unsere Entscheidungen einbeziehen, in entscheidenden Situationen aber dennoch selbst den Hut aufhaben werden“, sagen sie.

Bild und Text: HNA / Per Schröter
Originaler Artiklel in der HNA vom 19.01.2021: Hier klicken