Bau neues Gerätehaus

Werdegang zum Neubau des Feuerwehrhaus Hedemünden

Grundlegendes

Das heutige Feuerwehrgerätehaus der FF Hedemünden wurde 1965 / 66 von der bis zur Gebietsreform 1972 selbstständigen Gemeinde Hedemünden in der Schulstraße, dem heutigen Pfuhlweg, errichtet. Grundsteinlegung war am 27.10.1965.

Das Feuerwehrgerätehaus Hedemünden entspricht in seiner grundlegenden Ausrichtung nicht mehr den heutigen Vorschriften. So z.B. aus bautechnischer Sicht in Bezug auf Wärmedämmung oder aus feuerwehrtechnischer Sicht dem Unfallschutz bei den Verkehrswegen.

1993

So wurde bereits am 13.07.1993 bei einer Ortsbegehung durch einen Mitarbeiter der damaligen Feuerwehr-Unfallkasse Hannover  (Heute Feuerwehr-Unfallkassen Niedersachsen – FUK) in dessen Bericht an die Stadtverwaltung festgestellt dass:

Weiterhin fehlen teilweise Umkleideräume für die Aktiven, was das Unterbringen der PSA in der Fahrzeughalle mit sich bringt, sowie nach Geschlechtern getrennte Sanitäranlagen.

Die im Bericht der FUK erwähnte räumliche Enge zeigte sich dann, als Mitte der 90er Jahre die Ersatzbeschaffung des LF8S anstand. Durch das damals neue Hedemündener Industriegebiete, dem heutigen Industriegebiet Hedemünden1, war das Gefahrenpotenzial gestiegenen, sodass geplant war das LF8S durch ein LF16/12 zu ersetzen. Da ein solches Fahrzeug nicht in die vorh. Fahrzeughallen gepasst hätte, wurde in den Jahren vor der Ersatzbeschaffung des LF8S eine „Tieferlegung“ des Bodens der Fahrzeughalle diskutiert. Dies wurde dann aber durch angebliche nicht mehr vorhandene Baupläne des alten FGH aus statischen Gründen wieder fallen gelassen. Auch sah sich zum damaligen Zeitpunkt kein Aufbauhersteller in der Lage, ein 16er Fahrzeug in niedriger Ausführung aufzubauen. So wurde sehr zum Bedauern des damaligen Ortsbrandmeisters Heinz Klaus 1995, ein LF8/6 beschafft.

1998

Wenigstens wurde die, laut dem Bericht der FUK, fehlende Abgasabsauganlage im Jahr 1998 nachgerüstet.

Da diese Maßnahme aber nicht das eigentliche Problem der FF – Hedemünden waren, wurden von den Aktiven eigene Überlegungen unternommen, wie es mit dem Feuerwehrgerätehaus in Hedemünden weitergehen könnte.
Kernproblem war nach wie vor das in die Jahre gekommene, unveränderte Gebäude, welches die Anforderungen an eine Stützpunktwehr nicht mehr erfüllen konnte.
So wurde durch den damaligen Ortsbrandmeister Achim Spangenberg der Ankauf des 1998 zum Verkauf stehenden ehemaligen Gebäudes der TÜV – Station im Kleinen Weg in Hedemünden angeregt. In die vorhandene Werkstatthalle des TÜV hätten problemlos bis zu 4 Großfahrzeuge eingestellt werden können, auch nach den heute gültigen Vorschriften! Die Anregung zum Kauf wurde aber durch die damalige Verwaltungsleitung (Dr. Lüdtke) schlicht weg ignoriert.

1999

Ähnlich wie bei der Beschaffung des LF8/6 wäre es dann wahrscheinlich auch bei Ersatzbeschaffung des TLF16/25 von statten gegangen, da ein solches Fahrzeug wieder nicht in die vorhandenen Hallen gepasst hätte, wäre eine kleineres TLF8/18 beschafft worden. Allerdings konnte hier, durch Bemühungen von Achim Spangenberg und dem damaligen hauptamtlichen Mündener Gerätewart Günther Schmidt, ein Aufbauhersteller gefunden werden, der 1999 das neue TLF 16/25 auf eine Fahrzeughöhe von nicht mehr als 3,00m aufbaute. Was allerdings einige Mehrkosten bei Aufbau und dem Umbau des Fahrgestells verursachte. Nach der Beschaffung des neuen TLF16/25 ruhte dann das Thema Erweiterung des FGH wieder, da die vorhandenen Fahrzeuge ja untergestellt waren.

2010

Etwas Bewegung in die Sache kam dann erst wieder im Frühjahr des Jahres 2010. Als der damalige Stadtbrandmeister Schelp bei einer Sitzung im FGH Hedemünden, anlässlich der damals anstehenden Einführung der Digitalen Alarmierung, die anwesenden Kameraden der FF – Hedemünden aufforderte, auf Grund des baulichen Zustandes des FGH´s, den Bedarf für einen Um- oder Anbau des FGH Hedemünden bei der Stadt offiziell anzumelden. Schelp wollte dieses Ansinnen dann unterstützen.

Als Planungsgrundlage für die damals durch die Kameraden angedachte Erweiterung des alten FGH am Standort Pfuhlweg, wurde durch sie das Grundstück und das alte FGH auf- gemessen und ein Lageplan erstellt.

Ergebnis:

Das Grundstück ist im Mittel ca. 120,00 m lang aber durchschnittlich nur 19,70 m breit!
Was einer Gesamtfläche von ca. 2350 m² entspricht.

2016 – Q2/2018

Ohne Worte…

Q3/2018

Nach einem schier endlosen Hin und Her im bisherigen Verlauf möchten wir hier nun aktuell weiter Berichten.
Der Stand im Oktober ist so, dass auf die Ausschreibung drei Firmen Angebote abgegeben haben und nach durchaus interessanten Gesprächen/Bewertungen zwischen Ortsfeuerwehr, Verwaltung und Bauunternehmen kristallisiert sich ein Favorit heraus. Es gibt noch einiges an Punkten in der kurzen Zeit bis zum Jahresende zu klären, alle Beteiligten haben dies erkannt und es wird zielorientiert Entschieden & gearbeitet.

Q1/2019

Dieser Bericht wird an dieser Stelle ebenfalls beendet, da es nicht absehbar ist, wann es mit dem Beginn der Bauplanung, des Baus oder vergleichbares voran gehen wird. Ein Gewinner der Ausschreibung gibt es, dieser wird auch irgendwann bauen können/dürfen.
Wir als zukünftiger Nutzer sind von dem Vorgehen seitens des Auftraggebers wenig begeistert. Jede Möglichkeit ein Verzögerung zu nutzen, wird selbstredend wahr genommen.
Teilweise wird durch neue Teilnehmer in der Runde „Bau Gerätehaus Hedemünden“ richtig Fahrt aufgenommen, aber diese direkt wieder ausgebremst -> es gibt schon richtige Bremsklötze in diesem Prozess.

Der Geduldsfaden der aktiven Feuerwehrleute aus Hedemünden steht kurz vor dem Reißen.
Es ist ein Schlag ins Gesicht für alle, dies sich für andere Menschen ehrenamtlich einsetzen.
Wertschätzung = 0.

Einen Kommentar zu dem zusätzlich zu errichtenden „Provisorium“ auf dem Gelände des alten Gerätehauses für das HLF, verkneifen wir uns, da dies die Fehlleistungen des Auftraggebers deutlich aufzeigen würde. Wir hoffen darauf, dass wir das HLF tatsächlich zeitnah richtig in die Dienste und Einsätze einbinden können, da wir hier sonst in bekannte Probleme laufen werden. Mal sehen was hier passieren wird, wir ahnen nichts Gutes…

Auch hier betonen wir „Es lebe das Ehrenamt!“

Q2/2019

Wir haben nach langem Warten ein paar Neuigkeiten, welche wieder einmal ein Licht am Horizont aufblitzen lassen.
Der Bauantrag für die Stahlhalle ist durch, nun dürfen die beteiligten Parteien einmal zeigen, wie schnell man ein Fundament und eine Halle aufbauen kann. Bisher (nun auch wieder 3 Wochen ohne Aktionen) ist die Arbeitsgeschwindigkeit vergleichbar mit dem EInbrechen einer Eiszeit.

Auch beim Neubau Gerätehaus hat sich viel getan, Bauantrag war schon fast durch, dann fielen doch noch ein paar Kleinigkeiten auf. Und wir warten weiter… Wir üben uns in Gedult und haben etwas Respekt vor den Gesprächen zur Innenausstattung des Hauses. Hier sehen wir leicher noch kein Licht am Ende des Tunnels…
Wir bleiben dran und sobald sich in irgendeiner Form etwas tun sollte, werden wir berichten, dann auch gerne mit Bildern.

NEUIGKEITEN Juli 2019
Wie nun festzustellen ist, berichten wir in etwas kleineren Abständen über den Fortgang der Bauprojekte für die OF Hedemünden.
Es wurde uns ein Zeitplan vorgelegt, welcher klar darstellt, wann welche Aktivität beim Bau des Provisoriums stattfinden soll (natürlich ist hier dann die Fertigstellung des einzelnen Gewerkes gemeint). Ende August soll dann eine fertige, nutzbare Halle auf der Wiese hinter dem FGH stehen, in der dann ENDLICH das HLF 20/25 steht und ohne Verzögerungen in den Einsatz mit eingebunden werden kann.
Wir sind neugierig, denn am 15.07.2019 muss sich nach Plan am Grundstück hinter dem FGH etwas tun.
Ab diesem Tag werden wir wöchentlich Bilder einstellen, um den Fortschritt zu dokumentieren.
Beim Gerätehaus hat sich leider bis jetzt noch nicht viel ergeben, da ist es wieder leiser geworden…

Update 20.07.19: Ganz heimlich neben den Gewerken am Provisorium wurde am Bauplatz für das neue Gerätehaus ein Stromanschluss gelegt und ein Bauverteiler installiert. Auch hier scheint Bewegung in das Bauvorhaben zu kommen.